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Exkurs: Graphen

Graphen und die Graphentheorie spielen eine wichtige Rolle bei der Analyse von Netzwerken, insbesondere je größer und komplexer die zu untersuchenden Netzwerke werden. Die wohl bekanntesten Graphen sind Stammbäume oder Pläne von U-Bahn-Netzen. Aber auch Abb. 2 (Small World Publikationen 1950–2004, Freeman 2011, 30, Abb. 3.3.) zeigt einen Graphen und diese Art findet man in der Regel in Netzwerkanalysen.

Ein Graph besteht dabei aus mehreren Grundelementen, die wiederum bestimmte Eigenschaften haben können. Diese sollen im Folgenden (mit selbst gezeichneten Visualisierungen) beschrieben werden. Die Definitionen folgen dem überaus hilfreichen und umfassenden Glossar zu Begriffen der Netzwerktheorie in Collar et al. 2015, 17–25 sowie den Beschreibungen der wichtigsten Grundbegriffe in Graham et al. 2015, 201–232.

Anmerkung zur Visualisierung von Netzwerkanalysen

In diesem Abschnitt ist vor allem von Graphen die Rede, um den Bezug zur dahinterliegenden Mathematik etwas besser zu veranschaulichen. Es müssen aber keine Graphen verwendet werden; die Ergebnisse einer Netzwerkanalyse lassen sich auch problemlos als einfacher Bericht, Tabellen oder auch Balkendiagramme (z.B. für diachronische Entwicklungen) darstellen.  Bei der Visualisierung kommt es ebenfalls darauf an, die für die eigene Fragestellung passendste Darstellung zu wählen. Netzwerkgraphen sind oftmals zu komplex, um etwas aus ihnen leicht visuell lesen zu können, wenn sie nicht zuvor gefiltert worden sind.  Für geographische Netzwerke bieten sie sich wiederum an, da hier die Struktur durch die geographischen Positionen vorgegeben werden.